Bräuche und Veranstaltungen

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Jedes Land hat seine eigenen Bräuche und alljährlichen Veranstaltungen, die viele Besucher aus aller Welt begeistern. Vielleicht besuchen Sie die Schweiz zu der Zeit einer der folgenden Events:

Sechseläuten und Böögg

Das Frühlingsfest des Sechseläutens in Zürich, am dritten Montag im April, hat seinen Ursprung in drei verschiedenen Bereichen. Neben den Zünften, die die Stadt und ihre Entscheidungen beeinflusst haben, und dem Sechs-Uhr-Läuten, das das Ende des Arbeitstages im Sommer bedeutete, basiert auch dieser Brauch auf heidnischen Wurzeln. Die Verbrennung des Böögs, einer Puppe aus Strohwolle oder in diesem Fall einem Schneemann, steht als Sinnbild für die Verbrennung des Winters und den Beginn des Sommers.

Basler Fasnacht

Die drei scheenschte Dääg, wie die Basler sagen würden, beschreiben die drei Fasnachtage, die am Montag nach dem Aschermittwoch beginnen, und somit auch den grössten Karneval der Schweiz. Die Besucher können einen Zug aus bunten und maskierten Musikanten, kostümierten Gruppen mit Laternen und Kutschen durch die Innenstadt erleben.

Der Nationalfeiertag

Die schönsten Feuerwerke wird man wohl am 1. August, dem offiziellen Feiertag der Schweiz genießen und vor allem an Seen wird es von Festen und Lichtern nur so wimmeln.

Street Parade

Jedes Jahr am zweiten Samstag im August nehmen bis zu einer Million faszinierte Menschen an der grössten Techno-Party der Welt am Züricher See teil und demonstrieren so Friede, Freiheit, Toleranz und Liebe.

Alpabzug

Mit dem Herbstmarkt und seinen vielen Marktständen wird zwischen Mitte September und Mitte Oktober der Abzug der Kühe von der Alp zurück ins Tal gefeiert. Diese werden jedes Jahr aufs Neue reichlich geschmückt.

Locarno Filmfestival

Seit dem Sommer von 1946, in dem in Locarno die Vorführung von Giacomo Gentilomos O sole mio spielte und einen bedeutenden Moment in der Geschichte der europäischen Kinos markierte, hat das Filmfestival seinen internationalen Ruf und Ansehen nicht verloren und wird jährlich für ein paar Tage zum Zentrum des Autorenfilms.

Weitere Events

Auch diese Veranstaltungen sind es wert, besucht zu werden:

  • Saignelegier Pferdewettbewerb
  • Montreux Jazz Festival
  • Luzern Fasnacht
  • Bern Zwiebelmarkt (Zibelemärit)
  • Escalade Genevoise

Solothurn – eine Stadt mit eigener Art

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Jede Stadt hat ihre Geschichte und ihren ganz eigenen Charakter. In der Nähe der Hauptstadt Bern liegt eine Stadt am Jurasüdfuss, die von den Römern gegründet wurde und gut 2.000 Jahre alt ist.Es könnte eine typische Stadt mit wunderschönen Renaissance- und Barockbauten sein, aber dieser Ort hat etwas Einzigartiges. Die Stadt ist von der Zahl elf sozusagen besessen.

Solothurn und die Geschichte der Elf

Die schöne Barockstadt hat elf Kirchen, elf Kapellen, elf Brunnen, elf Türme und sogar elf Museen, unter anderem das international ausgezeichnete Naturmuseum, in dem man 150 Millionen Jahre alte versteinerte Schildkröten sehen kann. Solothurn ist eine architektonische Zusammensetzung aus Alt und Neu mit einem überragendem Kulturangebot.

Das einzigartige numerische Meisterwerk der Stadt Solothurn ist die Kathedrale des Heiligen Ursus. Der italienische Architekt Gaetano Matteo Pisoni entwarf dieses Kulturerbe und fertigte, auf Befehl der Regierung, die Nummer elf mit einer Begeisterung in einer Vielzahl von Symbolen und Zeichen an. Die Gebäudehöhe ist in drei elf Meter hohe Abstände unterteilt und die Kathedrale besitzt elf Türen. Im Inneren wird man Bänke in Reihen von elf angeordnet finden, elf Altäre sehen und einer davon besteht sogar aus elf Marmor-Sorten.

Pisonis prächtige Kathedrale könnte auf ein kryptisches Element während der Entstehung hinweisen, aber auch auf numerische Sequenzen, die schliesslich doch zu etwas viel Mächtigerem führen.

Elf Zahlen auf dem Ziffernblatt

Den meisten Besuchern fallen jedoch die Uhren mit Ihren Elf-Stunden-Zifferblättern auf. Warum fehlt die Ziffer zwölf? Obwohl die Uhren trotzdem die Uhrzeit richtig anzeigen, merkt man schnell, dass die Stadt ein Geheimnis mit der Nummer elf beherbergt.

Warum sind aber die Solothurner und ihre Heimatstadt so besessen mit der Zahl elf?

Viele sehen die Erklärung in der biblischen Konnotation und sehen die Elf als heilige und prophetische Zahl, die oft mit Glauben und Wahrsagerei verbunden wird. Andere werden von einer Legende erzählen, in der magische Elfen die Stadt besuchten, um die hart arbeitenden aber erfolglosen Einwohner zu ermutigen. Laut der Geschichte war Elfe aus der deutschen Sprache in Verbindung mit elf die Hommage der Stadtbewohner an ihre Helfer und Unterstützer.

Ob nun Religion oder Legende Auslöser für die Begeisterung der Einwohner der Ambassadorenstadt mit der Zahl elf war, kann jeder für sich entscheiden. Betrachtet man die Kernaussage, steht die Zahl elf für die Solothurner für einen Traum, im Leben etwas Besseres zu erreichen.

UNESCO-Welterben

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Wie kann man etwas sehr Wertvolles schützen, vor allem, wenn man sich über politische und wirtschaftliche Interessen setzen muss? Zum Glück gibt es eine Institution, die sich genau dafür einsetzt. Das Ziel von UNSECO ist die Bewahrung von kulturellem und natürlichem Erbe mit universeller Bedeutung. In der Schweiz befinden sich elf dieser geschützten Standorte und drei davon sind Weltnaturerben.

Die Weinberg-Terrassen in Lavaux

Die 800 Hektar terrassierten Weinhänge kann man entweder zu Fuss oder mit dem Rad durchqueren. Von Lausanne-Ouchy bis zum Schloss Chillon führt ein 32 Kilometer langer Fussweg mit mehreren Lehrschildern, die über alle möglichen Details der dortigen Winzer und ihres Weinbaus informieren.

Die Biosphäre in Entlebuch

Die 400 Quadratkilometer breite unberührte Moorlandschaft und Alpweiden, mit unzähligen Wanderwegen und Spielplätzen, werden auch als der Wilde Westen von Luzern bezeichnet.

Man kann sich gut vorstellen, dass hierhin viele Exkursionen und Wanderungen das ganze Jahr über führen.

Das Gebiet Jungrau-Aletsch

Die UNESCO schützt hier die natürliche Schönheit der Alpen. Der 23 Kilometer lange Aletschgletscher in der Gletscherlandschaft und das gewaltige Felsmassiv von Eiger, Mönch und Jungfrau in den Alpen ist ein wahres Naturspektakel, das mit geführten Touren und verschiedenen Wanderungen erlebt werden kann.

Volksmusik und Jodel

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Heutzutage leben wir in einer Welt, die von Handys, Internetverbindungen und Globalisation dominiert wird, deshalb fällt es vor allem der jüngeren Generation schwer, sich einen Alltag ohne diese Annehmlichkeiten vorzustellen.

Was machte man als Hirte alleine mit seinen Tieren auf den Bergen? Wie gestaltete man seine Zeit unterhaltsamer? Die Hirten haben früher ihre Einsamkeit unter anderem mit Jodeln überbrückt beziehungsweise ausgedrückt. Auf die Idee sollte man erst einmal kommen!

Das Jodeln, ein Erbe des ländlichen Bauernlebens und wahrscheinlich das Herzstück der Schweizer Volksmusik. Der Jodelgesang wurde aber auch zur Kommunikation benutzt. In den Gebirgen oder schwer erreichbaren Regionen konnten die Hirten mit ihren Lauten auch ihr Vieh eintreiben oder sich mit anderen Hirten verständigen. Anfangs waren die Jodelgesänge ohne Wort, die sich mit der Zeit zu Liedern entwickelt haben, und ganze Jodelchöre entstanden.

Schon mal versucht zu jodeln? Gar nicht so einfach! Zum Glück gibt es mehrere Verbände und Vereine, die die Tradition und diese Fähigkeiten fördern und weitertragen. Sie kombinieren sie die traditionellen Töne mit neuer und moderner Musik, um auch bei der Jugend Brücken zwischen Neu und Alt zu entwickeln. Auf verschiedenen Konzerten, Veranstaltungen oder Events kann man dann der einzigartigen Musik des Jodelns lauschen und versuchen, mitzumachen.

Vielfalt in der Schweizer Küche

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Für welches Gericht oder Lebensmittel ist die Schweiz bekannt? Man kann es nicht genau sagen, denn das kulinarische Erbe der Schweizer Küche ist so reich und vielfältig wie seine Einwohner.

Wir wollen im Folgenden ein paar der traditionellen Köstlichkeiten auflisten:

Käse und Käsefondue

Schweizer Käse, klar kennt man ihn. Neben der bekanntesten Käsesorte, dem Greyerzer, ist neben Weichkäse, Hartkäse, Frischkäse und weiteren über 450 Sorten für jeden Gaumen etwas dabei. Schmilzt man dann den Käse mit Beigabe von Weisswein, erhält man ein herrliches Käsefondue, das gut mit Brotstücken zu geniessen ist.

Rösti2>

Die Herkunft der Rösti liegt in Zürich, dort werden sie aus rohen Kartoffeln hergestellt. Diese Kartoffelfladen unterscheiden sich von Region zu Region und werden auch mit Zwiebeln, Käse und Speck serviert.

Schokolade

Im Durchschnitt konsumier alle Schweizer pro Jahr und Kopf elf Kilogramm Schokolade. Dennoch wird über zwei Drittel der Schokoladenproduktion ins Ausland verkauft.

Birchermüesli

Doktor Max Bircher-Benner hat diese Frühstücks- oder Zwischenmahlzeit ursprünglich für die Kliniken entwickelt, doch im Laufe der Zeit verbreitete sich das Gericht in der gesamten Bevölkerung. Die Mahlzeit basiert auf Getreideflocken und es werden Früchte und Milch hinzugefügt. Mittlerweile gibt es viele Varianten mit Honig, Joghurt oder Nüssen.

Basel – ein Juwel der Schweiz

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Wenn man über eine Städtereise in die Schweiz nachdenkt, kommen als Allererstes die Hauptstädte Zürich und Genf in Frage. Viele übersehen ein verborgenes Juwel zwischen der französischen und deutschen Grenze im Norden der Landes: die Stadt Basel.

Basel ist im Vergleich zwar relativ klein, gehört aber zur drittgrössten Metropole des Landes. Hier lohnt es sich, die Wanderschuhe einzupacken und die Stadt, mit Ihrer historischen Altstadt und dem Rhein, zu Fuss zu erkunden

Was Sie in Basel erleben können

Den Tag beginnen Sie am besten mit einem guten Kaffee in der malerischen Wohngegend von Kleinbasel. Hier können Sie dann entlang der Uferpromenade, auf einem Pfad ausgelegt mit Kopfsteinpflaster, spazieren gehen oder auf den Stufen, die zum Wasser hinunterführen, entspannen. Diese Promenade wird jährlich Hauptschauplatz der Rhyschwimme. Es ist eine Basler Tradition, in der die Einwohner oder dort arbeitende Menschen ihre Habseligkeiten in wasserdichte Tasche legen und dann zusammen den Rhein entlangtreiben lassen oder schwimmen. Meistens geschieht das während der Mittagspausen und erst wenn es etwas wärmer wird. Aber wundern Sie sich nicht, in Basel herrscht mediterranes Klima und die Badehose ist fast schon ein Muss für den Alltag.

In Basel findet man auch die älteste Rhein-Brücke. Sie ist Basels wichtigste Fussgängerbrücke, die bereits im 13. Jahrhundert erbaut wurde, und bildet die Grenze zwischen Ober- und Unterrhein.

Generell kann man in Basel eine bemerkenswerte Architektur erleben. Neben den Fachwerkhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert in der Altstadt, der romanisch-gotischen Kathedrale aus Sandstein, den Villen und Backsteinhäuser bietet Basel auch eine Reihe moderner Bauten, wie dem Vitra Museum oder dem BIZ, Kunst im öffentlichen Raum und eine Vielzahl an Museen.

Eines der jüngeren Wahrzeichen der Stadt ist die City Lounge von den renommierten Architekten Herzog & de Meuron. Es ist ein überdachter öffentlicher Raum mit einem markanten Loch in der Mitte, der nicht nur den Eingang zur Messe markiert, sondern auch als Treffpunkt fungiert.

1970 hatten drei Frauen aus Basel einen Traum und entwickelten eine Veranstaltung für zeitgenössische Kunst. Es brauchte nicht viel, denn mittlerweile findet diese weltweit führende internationale Messe jedes Jahr statt. Wer sie besucht, kann sich Ausstellungen, Gemälde, Kurzfilme und sogar Live-Performances von über 300 Galerien aus der ganzen Welt ansehen.

Knapp 300 Jahre früher war Basel bereits ein Ort der Kunst und Vision. Die erste öffentliche Kunstsammlung der Welt wurde hier 1661 gegründet. Dieses Kunstmuseum besitzt heute noch die grösste Sammlung der Schweiz, mit unter anderen Werken der berühmten Künstler Monet, Picasso und Holbein.

Genf – die globalste Stadt der Schweiz

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Genf? Von dieser Stadt hat man bestimmt schon mal gehört.

Früher herrschten hier Römer, Burgunder, Franken und viele mehr, aber mittlerweile beheimatet dieser Ort in der Schweiz mehr internationale Organisationen als jede andere Stadt auf der Welt. Hier findet man die Basis der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes. Die erste Genfer Konvention, das Fundament der internationalen Menschenrechte von 1864, wurde von den humanitären Ideen des Roten Kreuzes inspiriert, das ein Jahr zuvor von dem Genfer Henri Dunant gegründet wurde und mittlerweile überall auf der Welt vertreten ist.

Genf und das Internet

Einen Alltag ohne Internet ist schwer vorstellbar? Dann danken Sie Tim Berners-Lee, dem Wissenschaftler bei CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung. Er schlug im März 1989 seinem Chef vor, eine völlig neue Möglichkeit zu entwickeln, die Informationen über das Internet verknüpfen und teilen kann. Diese Entwicklung führt zum World Wide Web (www.) und kennzeichnete den Beginn der Webseiten-Entwicklung.

Weltstadt Genf

Die lebhafte Stadt Genf, voller Geschäftsleuten und junger Profis, verkörpert mehr als jede andere Stadt in der Schweiz den globalen Flair. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass mehr als vierzig Prozent der Einwohner aus dem Ausland kommen. In Genf sind 187 verschiedene Länder vertreten und immer mehr Facharbeitskräfte lockt es in die internationale Stadt. Diese müssen sich jedoch erst einmal mit der Tradition der moralischen Disziplin und des Minimalismus der Einheimischen anfreunden. Eine Tatsache, die leider nicht immer funktioniert und oft zu Konflikten zwischen Expats und Einheimischen führt.

Obwohl es das Jahr über manchmal schwierig ist, sich unter die Einwohner zu mischen und in ihren kleinen Grüppchen Fuss zu fassen, haben alle eine Sache gemeinsam: Im Sommer versammelt man sich am Genfersee, kann dort schwimmen, picknicken, sich in einem Liegestuhl kostenlos Filme im Open-Air-Kino ansehen, die Sonnenstrahlen geniessen und den Jet d’Eau bewundern, den Springbrunnen als Wahrzeichen, der einen Wasserstrahl 140 Meter in die Höhe schiessen lässt.

Genf erleben

Neben den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt darf der traditionellste Teil von Genf, die Altstadt, die sich auf einem Hügel um die Kathedrale Saint-Pierre befindet, nicht fehlen. Zahlreiche Cafés und Restaurants siedeln in den Gebäuden beeindruckender alter Architektur und laden zum Verweilen ein.

Mehr von der Geschichte Genfs können Sie bei der Besichtigung der archäologischen Überreste unter dem Dom erfahren. Wenn Sie dann von dort aus die Promenade entlangschlendern, werden Sie einen herrlichen Blick auf den Bastionspark bekommen. Das Jura-Gebirge können Sie von dort aus in der Ferne sehen.

Sie übernachten in einem Hotel, Hostel oder auf einem Campingplatz im Kanton Genf? Dann bekommen Sie hier noch einen kleinen Tipp, der vor allem Ihrem Geldbeutel Freude machen wird: Fragen Sie nach der Geneva Transport Card. Sie erhalten diese kostenlos und können mit dieser persönlichen Karte den Nahverkehr während Ihrer Zeit in Genf gebührenfrei nutzen.

Im Winter in die Schweiz

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Im Winter verkriechen Sie sich am liebsten mit einer Tasse heissen Tee oder Kaffee unter einer Decke neben dem Kamin? Finden wir gut, aber es gibt noch einiges mehr, was Sie im Winter unternehmen können.

Den Winter verbindet man vor allem mit Schnee. Und was gibt es für Wintersportler Schöneres als eine makellose Piste? Die verschneiten Berge in der Schweiz sind ein regelrechtes Paradies für alle Fans des glamourösen Schneesports, sei es zum Snowboarden, Skifahren, Langlaufen, Rodeln, Schneeschuh-Wandern oder Schlitten-Fahren.

Im Wintersportort Arosa Lenzerheide zum Beispiel können Sie sich einen der langen Winterwanderwege aussuchen und einen gemütlichen Spaziergang durch die verschneite Landschaft mit ihren atemberaubenden Ausblicken machen. Wird es einem dann zu kalt oder braucht man eine Pause, kann man unterwegs in einer der zahlreichen Berghütten einkehren und sich aufwärmen.

Wer einen Adrenalin-Kick braucht, sollte mit der Rhätischen Bahn nach Preda zur Rodelbahn fahren und von dort aus die sechs Kilometer lange Strecke hinunter rodeln. Auf der längsten nachts beleuchteten Strecke Europas kann man schon extrem hohe Geschwindigkeiten erreichen.

Die Schweiz sollte als Ziel im Winter somit nicht fehlen! Neben den verschneiten Landschaften und dem Wintersport glänzen auch die Städte mit ihren Weihnachtsmärkten und eindrucksvollen Veranstaltungen.

Atemberaubende Berge

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Die Schweiz bietet eine ganze Reihe mächtiger weltberühmter Gebirgszüge und einzelner Berge von über 4.000 Metern Höhe, von denen wir hier gerne einige näher vorstellen.

Das Matterhorn

Die mit 4.478 Metern zweithöchste Erhebung der Alpen liegt im schweizerischen Kanton Wallis an der Grenze zur italienischen Region Aostatal. Das Matterhorn ist gleichzeitig auch das Wahrzeichen der Eidgenossenschaft, der wohl am häufigsten fotografierte Berg der Welt und ein Highlight für jeden Touristen aus Nah und Fern.

Die erfolgreiche Besteigung dieses Berggiganten war schon immer der Traum aller Alpinisten. Schon im Jahr 1857 gab es von der italienischen Seite her die ersten Versuche, die jedoch scheiterten. Einem Engländer namens Edward Whymper gelang, als Teil einer Mannschaft aus sieben Bergsteigern, die erfolgreiche Erstbesteigung am 14. Juli 1865. Einige Jahre zuvor überlebte er bei einem vorangegangenem Versuch einen Absturz über sechzig Meter relativ glimpflich.

Heute führen verschiedene Routen auf den Berg, die alljährlich von bis zu 3.000 Bergsteigern genutzt werden. An Spitzentagen sind dabei über 100 Bergsteiger unterwegs.

Der autofreie Ort Zermatt ist dabei zentraler Ausgangspunkt nicht nur für Extrembergsteiger, sondern auch für Touristen, die hier, dank der vielen Gletscher rund um das Matterhorn ganzjährig dem Wintersport nachgehen können. Auf dem Kleinen Matterhorn befindet sich Europas höchster Aussichtspunkt in 3.883 Metern Höhe.

Eiger, Mönch und Jungfrau

Majestätisch erheben sich aus dem Gebirge des Berner Oberlandes die drei Berggipfel Eiger, Mönch und Jungfrau, die berühmteste Dreierformation aus Bergen weltweit.

Die Jungfrau ist dabei mit 4.158 Metern die höchste Erhebung, gefolgt vom Mönch mit 4.107 Metern und dem Eiger mit 3.970 Metern. Gemeinsam bilden sie die Grenze zwischen den Kantonen Wallis und dem Berner Oberland.

Die Besteigung der spektakulären Nordwand des Eigers, wie es sie in den Alpen in dieser Form kein zweites Mal gibt, war schon immer der Traum eines jeden Bergsteigers. Durch die richtigen Schuhe, eine perfekte Ausrüstung, Wagemut und viel Erfahrung wurde es im Jahr 1938 einer Gruppe aus vier Bergsteigern aus Österreich und Deutschland ermöglicht, sich diesen Traum von der Erstbesteigung zu erfüllen, und sie gingen so in die Geschichtsbücher ein.

Zu den bekanntesten Orten in der unmittelbaren Umgebung zählen dabei Interlaken, Grindelwald, Wengen, Lauterbrunnen und Mürren, die auch zu den bekanntesten Wintersportgebieten des Alpenlandes zählen.

Das Jungfraujoch gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in der Schweiz. Etwa eine Million Besucher aus aller Welt bereisen die spektakuläre Bahnstrecke mit der Zahnradbahn von Grindelwald aus zur Kleinen Scheidegg und dann weiter zum Jungfraujoch, der höchstgelegenen Bahnstation des Kontinents auf 3.454 Metern Meereshöhe, um von der Sphinx-Aussichtsplattform aus einen atemberaubenden Ausblick auf den Aletschgletscher, den größten seiner Art in den Alpen, und die vielen Viertausendern zu genießen. Darüber hinaus befinden sich dort ein eigenes Postamt, ein Eispalast und mehrere Restaurants, die zum Verweilen einladen.

Nationalparks – die Schweiz als führende Kraft

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In einer Zeit des Klimawandels und der Klima-Bewegung FridaysForFuture muss sich die Schweiz nicht verstecken. Bereits 1914 stand sie an vorderster Front im europäischen Naturschutz und hat den ersten Nationalpark in den Alpen geschaffen. Mehr als 100 Jahre später bleibt sie in der Entwicklung ganz vorne mit dabei. Die Universität von Yale hat mit ihrem Environmental Performance Index 178 Länder anhand von zwanzig nationalen Umweltindikatoren bewertet. In diesem Vergleich kam die Schweiz auf den ersten Platz. Obwohl das Land in der Mitte eines überfüllten Kontinents liegt, ist ein Drittel seiner Fläche mit Wald bedeckt. Ausserdem hat das Land mit 52 Prozent die höchste Recyclingquote weltweit.

Nationalpark Graubünden

Das grösste Symbol der Schweizer Umweltleistung spiegelt sich in ihrem Nationalpark wider. Es ist ein verborgener Schatz inmitten eines Landes, das seine ökologische Aspekte so offensichtlich durch seine berühmten Berge und Tiervielfalt darlegt. Das Gebiet im östlichen Graubünden wurde durch jahrhundertelanger Abholzung sowie Eisen- und Kreideabbau extrem in Mitleidenschaft gezogen. Doch nicht aus diesem Grund, sondern wegen seiner Abgeschiedenheit wurde es ausgewählt. Hier sieht man nachwachsende Wälder und mit dem höchsten Schutzniveau ausgezeichnete Tiere aufleben. Der 170 Quadratkilometer grosse Park ist als Wildnisgebiet klassifiziert und abgesehen von dem achtzig Kilometer langen Netz an Wanderwegen gibt es keine menschlichen Eingriffe.

Wer etwas langsam unterwegs ist und sich dann entscheidet im Park zu übernachten, sollte sich im Klaren sein, dass es nur zwei Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Ein Hotel war früher eine Arbeiterunterkunft neben Kohleöfen am Fluss. Es wurde umgebaut und ein Restaurant hinzugefügt. Nun ist es von Wald und Grasebenen umgeben, die sich abends mit äsendem Rotwild füllen. Das zweite Hotel, das nur zu Fuss erreichbar ist, ist eine unauffällige einfache Holzhütte im Kiefernwald entlang eines beliebten Wanderwegs. Solche Szenen sind in der Schweiz sehr vertraut. Alte und neue Infrastruktur werden vereint und doch bleibt dem Land aufgrund seiner Sensitivität der Einklang mit der Umwelt erhalten.

Nationalpark Locarnese

Mittlerweile steht der Landschaftsschutz in der Schweiz wieder im Vordergrund der Diskussionen.

Im südlichen Kanton Tessin schreiten die Pläne einer Wiederaufforstung weit voran. Das vor mehr als vierzehn Jahren erstmals vorgeschlagene Projekt des Nationalparks Locarnese soll die dicht bewaldeten Berge und tiefen Täler erfassen, die sich westlich vom Ufer des Lago Maggiore erstrecken und mit einer Fläche von 220 Quadratkilometern das grösste Schutzgebiet der Schweiz und der zweitgrösste Nationalpark des Landes werden. Dieser neue Nationalpark soll sowohl die Landschaft als auch das kulturelle Erbe der sich innerhalb der Grenze befindlichen dreizehn Dörfer schützen.

Wer mehr über einzelne Themen rund um den Nationalpark, die Natur oder Tiere erfahren möchte, sollte eine Vorlesung aus der Naturama-Vorlesungsreihe besuchen. Diese bietet allen Interessierten eine breit gefächerte Auswahl an unterschiedlichen Themen rund um die Natur an. Diese Veranstaltungen finden im Nationalpark-Open-Air-Kino im Schlossgartem Planta-Wildenberg statt. Wer also Mitte Juli in einer eindrucksvollen Atmosphäre sich mehr Wissen aneignen möchte, sollte unbedingt vorbeisehen.