
Manche sind sanft und leise, andere wiederum laut und heftig – trotzdem sind beide Sorten spektakulär. Die Rede ist von Wasserfällen, die Orte, an denen Flüsse einen landschaftlichen Höhenunterschied überbrücken. Man muss nicht zu anderen Kontinenten fliegen, um solche Naturereignisse zu sehen.
Der Rheinfall
Wer den grössten Wasserfall Europas sucht, ist in der Schweiz genau richtig. Der Rheinfall stürzt mit 150 Metern Breite und 23 Metern Höhe bei Neuhausen im Kanton Schaffhausen in die Tiefe.
Die Lautstärke und enorme Kraft des Wasserfalls können Besucher entweder auf einer dort extra errichteten Plattform oder auf einem Felsen mitten im Wasser, hautnah miterleben. Wer es etwas ruhiger und entspannter mag, kann auch eine Schiffstour machen.
Die Trümmelbachfälle
Das Tal der 72 Wasserfälle – allein der Name klingt schon mystisch und spektakulär.
Im Lauterbrunnental befinden sich die grössten unterirdischen Wasserfälle von Europa. Neben den imposanten Staubbachfällen sind die bekanntesten die Trümmelbachfälle. 20.000 Liter Schmelzwasser vom Jungfrau-Gletscher pro Sekunde fallen hier in die Tiefe. Im Wasser befinden sich Felsbrocken und Geröll, die durch die Kraft des Wassers mittransportiert werden und Ursache für das Beben des gesamten Berges und das laut donnernde Geräusch sind. Es klingt, als würde der Berg brüllen, deshalb braucht man ein bisschen mehr Mut, um mit den unterirdischen Lifts, Tunneln und Plattformen den Weg zu finden.
Die Giessbachfälle
Vom Faulhorn-Sägis-Tal aus beginnt der Fluss Giessbach und stürzt über einen Höhenunterschied von 500 Metern hinunter zum Brienzersee. Der Wassefall wird in vierzehn Etappen unterteilt. Jede Stufe ist einem Berner Helden gewidmet und trägt den Namen des jeweiligen Heroen. Hier findet man auch die Giessbachbahn, die 1879 gegründet wurde und zur ältesten Standseilbahn Europas zählt. Mit ihr erreicht man das Grand Hotel Giessbach, das am Fuß der Wasserfälle liegt.