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Flüsse und Seen der Schweiz

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Die Schweizer Landschaft ist eine atemberaubende Kulisse. Diese malerischen Bilder könnten auch kaum ohne Ihre Flüsse und Seen entstehen, die durch das Land ziehen.

Die Reuss

Die Reuss ist das Ergebnis der Vereinigung mehrerer kleiner Flüsse am Fuss des Gotthard und Furkapasses. Dieser Fluss ist der Inbegriff der zentralen Schweiz. Er fliesst stetig nach Norden durch den Vierwaldstättersee und mündet nach gut 160 Kilometern bei Windisch in die Aare. Wer sich also gerne auf dem Wasser aufhält, sei es auf Rundfahrten oder beim Wassersport, ist hier genau richtig. Der Vierwaldstättersee ist neben dem dichten Wald auch von Bergen , wie den Rifi oder Stanserhorn, umgeben. Hier kann man sich aussuchen, ob man die Landschaft auf dem Raddampfer oder zu Fuss auf dem Weg der Schweiz entdecken möchte. Wer Kanufahrten ausprobieren möchte, sollte flussabwärts, in der historischen Stadt Bremgarten seine Paddeltour starten.

Die Thur

Der Fluss Thur kann ruhig als Wegweiser durch bemerkenswerte Landschaften gesehen werden. Folgt man ihm, kommt man an mehreren Sehenswürdigkeiten vorbei.

Die Thur kommt aus dem Toggenburg und stürzt zwischen Säntis und Churfirsten in Form von mehreren Wasserfällen in die Tiefe. Im weiteren Verlauf schlägelt sie sich durch grüne oder von Löwenzahn gelb gefärbte Landschaften bis zur Stadt Wil. Danach fliesst sie durch die Auwälder, an Obst- und Weinbergen bis zur mittelalterlichen Burg der Kantonhauptstadt Thurgau. Folgt man ihrem Verlauf weiter, gelangt man zu den Thurwiesen, ein natürliches Flussbett, das neue Biotope geschaffen hat. Dieses 400 Hektar weite Feuchtgebiet ist das grösste der Zentralschweiz.

Tomasee

Mitten im Naturschutzgebiet auf einer Höhe von 2.344 Metern befindet sich der Tomasee und somit auch der Ursprung des Rheins. Hier gibt es eine Stelle, an der man den Fluss, der ganze vier Staaten durchfliesst, überqueren kann. Wer dorthin wandern möchte, muss sich auf eine neunzigminütige Reise vom Oberalppass aus einstellen, der jedoch von vielzähligen Blumen, wie Alpenrosen oder Kuckucksblumen geschmückt wird.

Der Tomasee ist für die Schweiz ein Naturdenkmal und von nationaler Bedeutung. Sein Wasser hat Trinkwasserqualität, sodass man sich direkt aus dem See erfrischen kann.

Blausee

Ebenfalls mitten in einem grossen Naturpark liegt der Blausee. Die Landschaft ist durch Felsrutsche geformt worden. Das kristallklare Wasser, welches zur Entstehung des Sees führt, entspringt unterirdischen Quellen.

Der See mit seiner besonderen Farbe in Kombination mit dem Wald hat Jahre hinweg Einheimische und Touristen in seinen Bann gezogen. Um ihren Besuch zu vereinfachen, wurden Wanderwege und Picknickplätze mit Plätzen für Lagerfeuer gestaltet.

Zürich – eine lebenswerte Stadt

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Zürich ist eine der lebenswertesten Städte der Welt und kam laut der Mercer Studie auf Platz zwei im internationalen Vergleich.

Tipps für Zürich

Die Stadt mit den sauberen und sicheren Strassen wird umrahmt von den alpinen Bergen und ihrem schimmernden See. Sie ist nicht nur eines der sieben Wirtschaftszentren der Schweiz, sondern auch Welt-Finanzzentrum. Bankriesen wie UBS und Credit Suisse haben hier ihren Sitz. Wer also in Shopping-Laune ist und kurz mal Geld abheben möchte, findet diese unter anderem in der teuersten Einkaufsmeile in Europa, der Bahnhofsstrasse. Vom Hauptbahnhof aus findet man in der unteren Hälfte der Strasse die üblichen High-Street-Marken, während sich die meisten Luxus-Geschäfte am oberen Ende in der Nähe des Bürkliplatzes und des Sees befinden.

Die Altstadt, liebevoll Dörfli von den Einheimischen genannt, erstreckt sich zwischen Central und Bellevue. In den engen Gassen und alten Gebäuden findet man neben den originellen Geschäften eine Vielzahl an Fondue-Restaurants und Souvenirläden.

Generell ist Zürich leicht zu Fuss erkundbar, dennoch besitzt die Stadt ein sehr gutes Verkehrsnetz. Neben kostenlosen Fahrrädern, Bussen, Zügen und Trams findet man auch Standseilbahnen und Boote als Fortbewegungsmittel, denn Zürich liegt direkt am See und bietet, während des gesamten Jahres, viele Möglichkeiten des Entspannen. Tagsüber kann man mehreren Wassersportarten nachgehen oder eine Bootstour planen, abends lässt man den Tag mit ein paar guten Cocktails in den Bars oder Clubs entlang des Zürichsees ausklingen.

Wenn Sie vorhaben, Zürich im August zu besuchen, dann sollten Sie die Street Parade nicht verpassen. Die Stadt ist berühmt für ihr elektronisches Musikfestival, an dem unter anderem Love Mobiles, dekorierte Lastwagen, durch eine tanzende Menge von Millionen Besuchern fahren.

Bern – UNESCO Weltkulturerbe

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Bern ist, laut dem Nachrichtensender CNN, eine der touristenärmeren Städte der Schweiz. Kaum vorstellbar, denn die Altstadt von Bern ist von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerben aufgenommen worden.

Tipps für Bern

Ein Spaziergang durch die kleinen mit Kopfsteinpflastern ausgelegten Gassen ist wie eine Zeitreise zurück ins Mittelalter. Man schlendert entlang zahlreicher Brunnen, historischer Türme und Fassaden aus Sandstein zum Wahrzeichen der Stadt, der Zytglogge. Der Zeitglockenturm hatte im Laufe der Zeit mehrere Funktionen. Durch die Ausdehnung der Stadt über die Stadtmauern hinaus, wurde aus dem ehemaligen Wehrturm eine Feuerwacht und letztendlich ein Uhrenturm.

Wer sich die Stadt auch noch von oben ansehen möchte, sollte sich auf die Plattform des 101 Meter hohen Münsterturm wagen oder den Rosengarten über dem Bärengraben besuchen. Viele Bars und Boutiquen findet man in den Kellergewölben der Altstadt. Sie nutzen die außergewöhnliche Atmosphäre nicht nur, um Touristen, sondern auch Einheimische anzulocken.

Bern beherbergt, neben mehreren Museen, wie dem Einsteinhaus und den sechs Kilometer langen Lauben, der längsten überdachten Einkaufspromenade Europas, auch den Regierungssitz der Schweiz. In der Hauptstadt der Schweiz konzentrieren sich alle Verkehrsmöglichkeiten, sei es Flugzeug, Bahn, Bus oder Auto. Bern kann somit als Herz der Schweiz angesehen werden und als Tor der Schweizer Alpen.

Der Ursprung der teuersten Uhren der Welt

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Die Stadt La Chaux-de-Fonds wird Ihnen wahrscheinlich nicht viel sagen.

Interessant ist zu wissen, dass hier Louis Chevrolet, der Gründer der Automobilfirma, Blaise Cendrars, der Dichter und Regisseur, sowie le Corbusier, der bemerkenswerte Architekt der Moderne, in dieser Stadt geboren wurden.

Allein basierend auf diesen Tatsachen könnte die kleine Stadt einen Besuch wert sein. Wussten Sie aber, dass hier die teuersten Uhren der Welt hergestellt werden?

Viele der grossen Uhren-Hersteller, wie Rolex, Tissot, Omega und viele weitere, haben hier ihre Gründungsanfänge. Der Ort kann auch als Uhren-Hauptstadt der Welt gesehen werden.

Uhrenstadt La Chaux-de-Fonds

Den Erfolg der Schweizer Uhren-Herstellung ist Vacheron und Breguet zu verdanken, die mit ihren Werkstätten in Genf Mitte des 18. Jahrhunderts begannen, und Daniel Jeanrichard, der durch sein Lehrlingssystem als Erster die Industrie der Uhren-Herstellung an diesem Ort förderte. Das Klischee des alten Uhrmachers ist längst überholt. Das Durchschnittsalter der jetzigen Generation liegt bei dreißig Jahren und viele von den heute aktiven Handwerkern sind im Ausland geboren. Viele der damals entstandenen neuen Werkstätten sind mittlerweile zu Wohnungen mit Geschäften im Erdgeschoss umgebaut worden. Dennoch bleibt La Chaux-de-Fonds mit seiner gesamten Geschichte das Zentrum der Schweizer Uhrenindustrie und der Ausgangspunkt des Sprichworts so präzise wie ein Schweizer Uhrwerk.

Die Stadt und die Uhren-Herstellung, die die Zeit schon früh sekundengenau messen konnte, hat die Umstellung vom mechanischen System auf die Quarz-Technologie gut überstanden und stand dann doch wieder einer neuen Herausforderung gegenüber. Durch die Verwendung von Satellitenpositionen können mittlerweile Uhren hergestellt werden, die genauer sind als Quarz und heute mit der traditionellen Handwerkskunst konkurieren. Viele setzen nun mehr auf Luxus und Handwerkskunst als auf die Genauigkeit, doch wie sich dieser Überlebenskampf entwickelt, wird sich mit der Zeit zeigen.

Welche Sprache sprichst du?

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Viele wissen, dass man auf Reisen soweit Englisch sprechen sollte, dass man sich zurechtfindet, denn Englisch wird überall auf der Welt, neben der eigenen Landessprache, verstanden und gesprochen. Verreist man in die Schweiz, wird die Auswahl um einiges grösser.Hier sprechen mehr als die Hälfte der Einwohner eine zweite Sprache, die neben Englisch oder Französisch auch Portugiesisch, Spanisch, Serbisch, Kroatisch oder Albanisch sein kann.

Polyglotte Schweiz

Die Alltagssprache in der Schweiz, die von einer grossen Mehrheit der Bevölkerung gesprochen wird, ist Schweizerdeutsch. Für etwa 63 Prozent der Bevölkerung ist sie die Hauptsprache, die als Oberbegriff eine Vielzahl von alemannischen Dialekten zusammenfasst. Weiter in der Rangliste der meistgehörten Sprache in der Schweiz folgt Französisch (22,7 Prozent), Italienisch (8,1 Prozent) und Romanisch (0,5 Prozent).

Wer sagt aber, dass es nur bei einer Sprache pro Person bleibt? Mehr als sechzig Prozent der dort lebenden Menschen sprechen täglich mehr als eine Sprache, und viele Kantone sind offiziell mehrsprachig. Deshalb wird man auch in den Strassen, zum Beispiel in Freiburg oder Bern, Strassenschilder mit den Namen auf Deutsch und Französisch sehen. Die Mehrsprachigkeit in der Schweiz wird gezielt gefördert und alle amtlichen Texte des Bundes müssen auf Deutsch, Französisch und Italienisch veröffentlicht werden.

Ein Problem mit der Verständigung, basierend auf der Sprache, wird man in der Schweiz kaum haben.

Wasserfälle – spektakuläre Abgänge

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Manche sind sanft und leise, andere wiederum laut und heftig – trotzdem sind beide Sorten spektakulär. Die Rede ist von Wasserfällen, die Orte, an denen Flüsse einen landschaftlichen Höhenunterschied überbrücken. Man muss nicht zu anderen Kontinenten fliegen, um solche Naturereignisse zu sehen.

Der Rheinfall

Wer den grössten Wasserfall Europas sucht, ist in der Schweiz genau richtig. Der Rheinfall stürzt mit 150 Metern Breite und 23 Metern Höhe bei Neuhausen im Kanton Schaffhausen in die Tiefe.

Die Lautstärke und enorme Kraft des Wasserfalls können Besucher entweder auf einer dort extra errichteten Plattform oder auf einem Felsen mitten im Wasser, hautnah miterleben. Wer es etwas ruhiger und entspannter mag, kann auch eine Schiffstour machen.

Die Trümmelbachfälle

Das Tal der 72 Wasserfälle – allein der Name klingt schon mystisch und spektakulär.

Im Lauterbrunnental befinden sich die grössten unterirdischen Wasserfälle von Europa. Neben den imposanten Staubbachfällen sind die bekanntesten die Trümmelbachfälle. 20.000 Liter Schmelzwasser vom Jungfrau-Gletscher pro Sekunde fallen hier in die Tiefe. Im Wasser befinden sich Felsbrocken und Geröll, die durch die Kraft des Wassers mittransportiert werden und Ursache für das Beben des gesamten Berges und das laut donnernde Geräusch sind. Es klingt, als würde der Berg brüllen, deshalb braucht man ein bisschen mehr Mut, um mit den unterirdischen Lifts, Tunneln und Plattformen den Weg zu finden.

Die Giessbachfälle

Vom Faulhorn-Sägis-Tal aus beginnt der Fluss Giessbach und stürzt über einen Höhenunterschied von 500 Metern hinunter zum Brienzersee. Der Wassefall wird in vierzehn Etappen unterteilt. Jede Stufe ist einem Berner Helden gewidmet und trägt den Namen des jeweiligen Heroen. Hier findet man auch die Giessbachbahn, die 1879 gegründet wurde und zur ältesten Standseilbahn Europas zählt. Mit ihr erreicht man das Grand Hotel Giessbach, das am Fuß der Wasserfälle liegt.